Gewindestangen nach DIN 975 / 976 in Ausführung Stahl Blank 10.9 werden überall dort eingesetzt wo extreme Zugkräfte wirken und Stangen in geringerer Güte reißen würden. Schwerer Maschinenbau: Befestigung von Pressen, Turbinen oder massiven Getriebeblöcken. Fahrzeug- & Motorenbau: Zylinderkopfschrauben-Ersatz oder Fahrwerksbefestigungen. Windkraftanlagen: Hochbelastete Verbindungen im Turmbau oder Gondelbereich. Stahlbau mit Sonderanforderungen: Wenn bei geringem Platzbedarf (kleiner Durchmesser) maximale Kräfte übertragen werden müssen.
Gewindestangen nach DIN 975 / 976 in Ausführung Stahl Blank 12.9 werden eingesetzt wenn selbst 10.9er Stangen nicht mehr ausreichen. Rennsport & High-Performance Automotive: Hochbelastete Zuganker im Motorenbau oder bei Fahrwerkskomponenten. Schwerstmaschinenbau: Befestigung von Hochdruckzylindern, Extrudern oder massiven Pressenwerkzeugen. Sonderkonstruktionen: Überall dort, wo auf kleinstem Bauraum (geringer Querschnitt) maximale Kräfte übertragen werden müssen. Vorrichtungsbau: Hochfeste Spannvorrichtungen, die extremen Zyklen und Kräften standhalten müssen.
Gewindestangen DIN 975 / 976 in Ausführung Stahl Blank 4.6 sind die wirtschaftliche Lösung für einfache Befestigungen ohne hohe statische Anforderungen. Aufgrund der niedrigen Festigkeitsklasse lässt sich die Stange sehr leicht mit einer Metallsäge oder einem Winkelschleifer auf das gewünschte Maß kürzen. Es ist die preiswerteste Form der Gewindestange, ideal für Projekte, bei denen große Mengen benötigt werden und Korrosion keine Rolle spielt. Da die Oberfläche nicht verzinkt ist entstehen beim Verschweißen keine giftigen Zinkdämpfe und die Schweißnaht hält direkt auf dem Stahl. Sie dient als universelles Bauteil wenn Standard-Schraubenlängen nicht mehr ausreichen. Die blanke 4.6er Stange ist im Rohbau und im temporären Konstruktionsbereich zu Hause: Maschinenbau: Als Distanzstücke, Stehbolzen oder für Vorrichtungen im Innenbereich. Schweißkonstruktionen: Da keine Beschichtung stört, ideal zum Einbau in Stahlkonstruktionen, die anschließend komplett lackiert oder beschichtet werden. Innenausbau: Abhängungen von Decken oder Leitungen, sofern keine Feuchtigkeit vorhanden ist. Schalungsbau: Zur Fixierung von Formen im Betonbau.
Gewindestangen nach DIN 975 / 976 in Ausführung Stahl Blank 5.6 bestehen aus einem unlegierten Stahl, der eine ausgewogene Mischung aus Festigkeit und Dehnbarkeit bietet. Der Stahl ist weniger spröde als 8.8er-Material. Bei Überlastung verbiegt sich die Stange eher, als dass sie abrupt bricht. Sie lässt sich noch gut mit Standard-HSS-Sägeblättern kürzen und das Gewinde lässt sich leicht nachfeilen. Da kein Zink vorhanden ist, lässt sie sich hervorragend schweißen. Dies wird oft im Vorrichtungsbau genutzt, um Gewinde direkt auf Platten zu setzen. Da kein galvanischer Zinkauftrag die Oberfläche „verstopft“, haften Lacke, chemische Brünierungen oder spezielle Beschichtungen sehr gut. Die 5.6er-Variante wird oft gewählt, wenn 4.6 zu „weich“ und 8.8 zu teuer oder zu hart ist: Anlagenbau: Befestigung von Rohrleitungen oder Aggregaten im trockenen Innenbereich. Maschinenbau: Als Distanzstangen oder Stehbolzen, die moderaten Zugbelastungen standhalten müssen. Stahl- und Metallbau: Für Konstruktionen, die im Anschluss feuerverzinkt oder industriell lackiert werden. Fundamentbau: Als Ankerstangen, die in Beton eingegossen werden (hier sorgt die blanke Oberfläche für einen guten Verbund).
Gewindestangen nach DIN 975 / 976 in Ausführung Stahl Blank 8.8 für den Einsatz im Maschinenbau und Stahlbau. Die blanke Oberfläche ist besonders vorteilhaft für Konstruktionen die nach dem Zusammenbau lackiert, pulverbeschichtet oder in Öl betrieben werden. Die Stahlgüte 8.8 ermöglicht eine stärke Belastung als bei Stangen der Güte 4.6. Tragfähigkeit: Ideal für statisch relevante Verbindungen und schwere Bauteile. Da die Stange nicht galvanisch verzinkt wurde, besteht kein Risiko für spröde Brüche durch den Verzinkungsprozess – ein wichtiger Sicherheitsfaktor bei hochfesten Stählen. Kann direkt verschweißt werden Die 8.8er-Stange in Blank nutzt man vor allem in der Industrie: Maschinenbau: Als hochfeste Zugstangen, Stehbolzen oder zur Fixierung schwerer Aggregate. Stahlbau: Verbindung von Trägern oder Fundamentverankerungen, die später eingegossen oder überstrichen werden. Vorrichtungsbau: Überall dort, wo hohe Klemmkräfte benötigt werden, um Bauteile sicher zu fixieren. Fahrzeugtechnik: Befestigungen, die höheren Vibrationen und Zugkräften standhalten müssen.